Anästhesie


Leitung

Dr. med. Martin Hölzle

Leitender Arzt Anästhesie

Facharzt FMH für Anästhesie

Schwerpunkt Kinderanästhesie/Kindermedizin


Andrea Gasser

Teamleiterin Anästhesie


Karin Peter

Teamleiterin Anästhesie


Nicole Wülser

Teamleiterin Anästhesie



Fachgebiet

Ziel der Kinderanästhesie (Narkoseteam) ist es, den Patienten Angst und Schmerzen vor, während und nach Operationen und Untersuchungen möglichst zu ersparen. Stets wird ein dem Kind oder Jugendlichen individuell angepasstes Vorgehen gewählt. Narkosen bei Kindern sind in den Händen von erfahrenen Anästhesiefachleuten sehr sicher.


Angebot

Im Kinderspital Luzern arbeitet ein Anästhesieteam (Narkoseteam), das ganz auf Kinder eingestellt ist. Das Team ist mit den Ängsten und Sorgen der Kinder und Eltern vertraut. Dank grosser Erfahrung, speziellen Kenntnissen und kindergerechtem Material kann das ganze Altersspektrum betreut werden – vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen.

Vor Wahleingriffen sollen Kinder nüchtern sein. Die folgende Tabelle informiert über die altersabhängigen Nüchternzeiten.

Präoperative Nahrungskarenz im Kinderspital Luzern (PDF)


Abläufe


Kinderanästhesie

Ambulante Operationen

Vor der Operation oder der Untersuchung

Wir versuchen möglichst alle Patienten nach dem Sprechstundentermin beim Kinderchirurgen/Pädiater auch durch einen Anästhesisten über die Narkose aufzuklären. Die wichtigsten Informationen und einen Fragebogen erhalten Sie direkt in der chirurgischen oder pädiatrischen Sprechstunde.

Der Anästhesist erklärt Ihnen den Ablauf des Operation-/Untersuchungstages und schlägt Ihnen das optimale Anästhesieverfahren vor. Gerne beantwortet er auch Ihre Fragen.


Am Operationstag

  • Ihr Kind darf bis 5 Stunden vor Eintritt ins Kinderspital essen und soll bei Eintritt ins Spital noch klare Flüssigkeit (Apfelschorle, Tee, Sirup oder Wasser) trinken. Milch darf bis 3 Stunden vor Eintritt getrunken werden. Ziel ist, dass der Magen bei Anästhesie-Beginn leer ist. Damit kann das Risiko für Atemwegskomplikationen gering gehalten werden.
  • Im Bett auf der Tagesklinik/Station erhält Ihr Kind ein Medikament zur Entspannung (Zäpfli oder Sirup). Damit lassen sich die Kinder in den allermeisten Fällen problemlos von den Eltern trennen.
  • Die Kinder werden dann durch die Pflegefachperson im Bett in den Umbettraum gebracht, wo sie auf den Operationstisch gebettet werden.
  • Über eine Gesichtsmaske erhalten die Kinder zusätzlichen Sauerstoff.
  • In den meisten Fällen wird das Medikament zum Einschlafen der Atemluft beigemischt.
  • Die Infusion wird in diesen Fällen erst beim schlafenden Kind gelegt.
  • Über eine Beatmungsmaske, eine Kehlkopf-(Larynx)maske oder einen Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch in der Luftröhre) wird Ihrem Kind während der Anästhesie Sauerstoff und gegebenenfalls ein Anästhesiegas zugeführt.
  • Spezielle Geräte und das ständig anwesende Anästhesieteam überwachen alle lebenswichtigen Körperfunktionen.
  • Die Allgemeinanästhesie schaltet das Bewusstsein und das Schmerzempfinden  mit kontinuierlicher Gabe von verschiedenen Medikamenten solange aus, bis der Eingriff fertig ist. Hört die Medikamentenzufuhr auf, wacht Ihr Kind innerhalb weniger Minuten auf.
  • Für die Schmerzlinderung nach der Operation wird in vielen Fällen beim schlafenden Kind zusätzlich eine  Regionalanästhesie gemacht. Damit haben die Kinder in den ersten Stunden nach der Operation deutlich reduzierte oder keine Schmerzen.
  • Das Kind wird anschliessend in den Aufwachraum gebracht, wo Sie wieder Zugang zu Ihrem Kind haben.


Am Untersuchungstag

  • Ihr Kind darf bis 5 Stunden vor Eintritt ins Kinderspital essen soll bei Eintritt ins Spital noch klare Flüssigkeit (Apfelschorle, Tee, Sirup oder Wasser) trinken. Milch darf bis 3 Stunden vor Eintritt getrunken werden. Ziel ist, dass der Magen bei Anästhesie-Beginn leer ist. Damit kann das Risiko für Atemwegskomplikationen gering gehalten werden. Im Bett auf der Tagesklinik werden Ihrem Kind Pflaster zur lokalen Hautbetäubung vor der Venenpunktion auf geeignete Körperstellen geklebt (häufig Handrücken, Ellenbeuge oder Fuss).
  • Später erhält Ihr Kind ein Medikament zur Entspannung (Zäpfli oder Sirup). Damit lassen sich die Kinder in den allermeisten Fällen problemlos von den Eltern trennen.
  • Die Kinder werden dann durch die Pflegefachperson im Bett in den Umbettraum gebracht, wo sie an den jetzt unempfindlichen Stellen eine Infusion kriegen. In den seltenen Fällen einer schwierigen Punktion wird über eine Gesichtsmaske ein Medikament zum Schlafen beigemischt, damit die Punktion für die Infusion gelingt.
  • Die Kinder gehen dann nochmals zurück auf die Tagesklinik oder werden direkt in den Untersuchungsraum gebracht.
  • Im Bereich des Untersuchungsraumes erhält Ihr Kind über die nun bereits vorhandene Infusion Medikamente zum Schlafen. In den allermeisten Fällen atmet Ihr Kind während der Untersuchung selber weiter und kriegt über eine Sonde zusätzlichen Sauerstoff in die Nase.
  • Spezielle Geräte und das ständig anwesende Anästhesieteam überwachen alle lebenswichtigen Körperfunktionen.
  • Die Allgemeinanästhesie schaltet das Bewusstsein mit kontinuierlicher Gabe von Medikamenten solange aus, bis der Untersuch fertig ist. Ist der Untersuch zu Ende, wird das Narkosemedikament gestoppt.
  • Das Kind wird anschliessend zum Aufwachen wieder zu Ihnen auf die Tagesklinik gebracht.


Stationäre Operationen

Vor der Operation

Der Anästhesist besucht Ihr Kind und die Eltern auf der Abteilung. Die wichtigsten Informationen und einen Fragebogen erhalten Sie von der Pflegefachperson auf der Station.

Der Anästhesist erklärt Ihnen den Ablauf des Operationstages und schlägt Ihnen das optimale Anästhesieverfahren vor und erläutert allfällig zusätzlich nötige Massnahmen zur optimierten Überwachung und Therapie. Gerne beantwortet er auch Ihre Fragen.

Am Operationstag

  • Ihr Kind darf bis 6 Stunden vor Anästhesiestart essen und darf bis eine Stunde vor Anästhesiestart noch klare Flüssigkeit (Apfelschorle, Tee, Sirup oder Wasser) trinken. Milch darf bis 4 Stunden vor Anästhesiebeginn getrunken werden. Ziel ist, dass der Magen bei Anästhesie-Beginn leer ist. Damit kann das Risiko für Atemwegskomplikationen gering gehalten werden Im Bett auf der Station erhält Ihr Kind ein Medikament zur Entspannung (Zäpfli oder Sirup). Damit lassen sich die Kinder in den allermeisten Fällen problemlos von den Eltern trennen.
  • Die Kinder werden dann durch die Pflegefachperson im Bett in den Umbettraum gebracht, wo sie auf den Operationstisch gebettet werden.
  • Über eine Gesichtsmaske erhalten die Kinder zusätzlichen Sauerstoff.
  • In den meisten Fällen wird das Medikament zum Einschlafen der Atemluft beigemischt.
  • Die Infusion wird in diesen Fällen erst beim schlafenden Kind gelegt.
  • Über eine Beatmungsmaske, eine Kehlkopf-(Larynx)maske oder einen Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch in der Luftröhre) wird Ihrem Kind währen der Anästhesie Sauerstoff und gegebenenfalls ein Anästhesiegas zugeführt.
  • Spezielle Geräte und das ständig anwesende Anästhesieteam überwachen alle lebenswichtigen Körperfunktionen.
  • Die Allgemeinanästhesie schaltet das Bewusstsein und das Schmerzempfinden mit kontinuierlicher Gabe von verschiedenen Medikamenten solange aus, bis der Eingriff fertig ist. Hört die Medikamentenzufuhr auf, wacht Ihr Kind innerhalb weniger Minuten auf.
  • Für die Schmerzlinderung nach der Operation wird in vielen Fällen beim schlafenden Kind zusätzlich eine Regionalanästhesie gemacht. Damit haben die Kinder in den ersten Stunden nach der Operation deutlich reduzierte oder keine Schmerzen.
  • Das Kind wird anschliessend in den Aufwachraum gebracht, wo Sie wieder Zugang zu Ihrem Kind haben. Je nach Gesundheitszustand und der Grösse der Operation kann auch ein Aufenthalt auf der Intensivstation nötig sein. Wir werden Sie im Vorfeld darüber informieren.


Notfallmässige Eingriffe

Der Anästhesist besucht Ihr Kind und die Eltern auf der Notfallstation oder der Abteilung. Die wichtigsten Informationen und einen Fragebogen erhalten Sie von der Pflegefachperson auf der Station/Notfallstation.

Der Anästhesist erklärt Ihnen den weiteren Ablauf und schlägt Ihnen das optimale Anästhesieverfahren vor und erläutert allfällig zusätzlich nötige Massnahmen zur optimierten Überwachung und Therapie. Gerne beantwortet er auch Ihre Fragen.

  • Ihr Kind darf bis zur Operation nichts mehr essen und trinken. Sollte die Operation nicht zeitnah erfolgen können, würden Sie informiert, falls Ihr Kind noch trinken dürfte.
  • Ihrem Kind werden Pflaster zur lokalen Hautbetäubung vor der Venenpunktion auf geeignete Körperstellen geklebt (häufig Handrücken, Ellenbeuge oder Fuss).
  • Später erhält Ihr Kind ein Medikament zur Beruhigung (Zäpfli oder Sirup). Damit lassen sich die Kinder in den allermeisten Fällen problemlos von den Eltern trennen.
  • Die Kinder werden dann durch die Pflegefachperson im Bett in den Umbettraum gebracht, wo sie auf den Operationstisch gebettet werden. Kinder mit einer Fraktur (Knochenbruch) werden in der Regel erst im schlafenden Zustand auf den Operationstisch gebettet.
  • An den jetzt unempfindlichen Stellen wird eine Infusion gelegt. In den seltenen Fällen einer schwierigen Punktion wird über eine Gesichtsmaske ein Medikament zum Schlafen beigemischt, damit die Punktion für die Infusion gelingt.
  • Über eine Gesichtsmaske oder eine Nasensonde erhalten die Kinder zusätzlichen Sauerstoff.
  • Je nach Eingriff wird eine kurze Sedation (oberflächlicher Schlaf) mit Anlage einer Regionalanästhesie oder eine Vollnarkose (Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch in der Luftröhre)) gewählt. Bei beiden erhalten die Kinder die Medikamente zum Einschlafen über die gelegte Infusion.
  • Bei der Vollnarkose wird für die Schmerzlinderung nach der Operation in vielen Fällen beim schlafenden Kind eine zusätzliche Regionalanästhesie gemacht. Damit haben die Kinder in den ersten Stunden nach der Operation deutlich reduzierte oder keine Schmerzen.
  • Spezielle Geräte und das ständig anwesende Anästhesieteam überwachen alle lebenswichtigen Körperfunktionen.
  • Die Allgemeinanästhesie schaltet das Bewusstsein und das Schmerzempfinden mit kontinuierlicher Gabe von verschiedenen Medikamenten solange aus, bis der Eingriff fertig ist. Hört die Medikamentenzufuhr auf, wacht Ihr Kind innerhalb weniger Minuten auf.
  • Das Kind wird anschliessend in den Aufwachraum gebracht, wo Sie wieder Zugang zu Ihrem Kind haben. Findet die Operation in den Abend- oder Nachtstunden statt, wird das Kind nach der Operation direkt auf die Station/Notfallstation gebracht. Je nach Gesundheitszustand und der Grösse der Operation kann auch ein Aufenthalt auf der Intensivstation nötig sein. Wir werden Sie im Vorfeld darüber informieren.

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