Minimal-invasive Chirurgie


Leitung

Prof. Dr. med. Philipp Szavay

Chefarzt Kinderchirurgie

Facharzt für Kinderchirurgie

Facharzt für Rettungsmedizin und Intensivmedizin


Fachgebiet

Die minimal-invasive Chirurgie (MIC, Schlüsselloch-Chirurgie) vermeidet herkömmliche (grosse) Schnitte, um in die Körperhöhlen des Brustkorbs und des Bauchraums zu gelangen, indem sie diese durch mehrere sehr kleine Schnitte ersetzt, über die Hülsen (sogenannte Trokare oder Ports) eingebracht werden. Hierüber werden Videokamera, Lichtquellen und chirurgische Instrumente eingeführt, um dann Operationen im Inneren der jeweiligen Körperhöhle durchzuführen. Dies können der Operateur und das gesamte OP-Team auf mehreren Monitoren in HD-Auflösung sehen, auch mit einem Vergösserungseffekt, der eine sehr detaillierte Darstellung und ein entsprechend präzises Operieren möglich macht.

In gleicher Technik sind mittlerweile auch Operationen über einen einzigen Schnitt am Bauchnabel möglich – dies wird als LESS, «Laparoendoscopic Single Site Surgery» bezeichnet.

Die minimal-invasive Chirurgie bietet gerade bei Kindern Vorteile gegenüber herkömmlichen Operationsverfahren.

  • Eine brillante, vergrösserte Sicht auf das OP-Feld
  • Das Operationstrauma wird durch die Vermeidung grosser Schnitte verringert
  • Der postoperative Wundschmerz ist dadurch geringer
  • Der Kostaufbau nach der Operation ist rascher möglich
  • Die Mobilisation (das Aufstehen) nach der Operation gelingt schneller
  • Der Spitalaufenthalt ist kürzer
  • Die Narben sind oftmals kaum sichtbar, in jedem Fall aber kleiner

Die minimal-invasive Kinderchirurgie kann heute für Kinder in jedem Alter angeboten werden, insbesondere auch für Neugeborene. Dabei umfasst das Operationsspektrum angeborene Fehlbildungen im Brustkorb und Bauchraum, Fehlbildungen des Urogenitaltrakts und viele Standardeingriffe wie die Blinddarmoperation, die Entfernung der Gallenblase und einige weitere.

An der Kinderchirurgischen Klinik in Luzern werden pro Jahr mehr als 200 Operationen bei Kindern im Alter vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen minimal-invasiv durchgeführt.


Angebot

Wir bieten im gesamten OP-Spektrum der Kinderchirurgischen Klinik minimal-invasive Operationsverfahren an.

Insbesondere in der Neugeborenenchirurgie sind das die Korrekturen der Ösophagusatresie, der Zwerchfellhernie, aber auch der Duodenalatresie und anderer angeborener Fehlbildungen.

Im Bereich der Thoraxchirurgie wird die Trichterbrustkorrektur nach Nuss minimal-invasiv (thorakoskopisch) durchgeführt. Auch andere Eingriffe im Thorax (Brustkorb) werden standardmässig thorakoskopisch operiert.

In der Bauchchirurgie haben heute die laparoskopischen Verfahren in vielen Bereichen die offene, herkömmliche Operation verdrängt. Dies insbesondere bei der Blinddarmoperation, der Gallenblasenentfernung und einer Vielzahl anderer Eingriffe.

Im Bereich der Kinderurologie operieren wir standardmässig laparoskopisch bei allen Niereneingriffen (ausser bei bösartigen Tumoren der Niere). Dies umfasst insbesondere die Nierenbeckenplastik, die partielle oder komplette Entfernung von Nieren, aber auch die Suche und Verlagerung von Bauchhoden sowie die Operation der Varikozele.


Sprechstunden

Prof. Dr. med. Philipp Szavay, Chefarzt Kinderchirurgische Klinik
Sprechstunde nach Vereinbarung

Anmeldung: Chefarzt-Sekretariat
Telefon 041 205 31 55
Fax 041 205 31 57

E-Mail


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